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Das kleine "Seefahrer-Lexikon"

Wichtige Begriffe aus Schiffbau und Seefahrt!

Was versteht man unter dem Begriff "Kiellegung"? Was passiert bei einer Überführung? Wofür steht der Begriff BRZ und was ist das "Lego-Prinzip"? Mit unserem Schiffbau-Lexikon bekommen Sie einen schnellen Einblick in die wichtigsten Begriffe aus der Welt des Schiffbaus.

Achtern
Bezeichnet die hintere Seite (hinter der Mitte) eines Schiffes.

Ausdocken
Mit dem Ausdocken verlässt das Schiff das Dock und wird seinem neuen Element übergeben. Der letzte Schliff, der Innenausbau, wird dann am Ausrüstungskai vorgenommen.

Auslaufen
Ein Schiff verlässt den Hafen.

Backbord
Von der Fahrtrichtung her gesehen die linke Seite des Schiffes. Die Backbordseite wird immer mit Rot gekennzeichnet (z.B. bei den Positionslichtern).

Baudock
Das Dock, in dem ein Schiff erbaut wird.

Baureihe
Mehrere Schiffe desselben Typs. Der Vorteil einer Baureihe liegt darin, dass nur einmal Entwicklungskosten anfallen.

BRZ
BRZ steht für "Bruttoraumzahl" und ist eine Maßeinheit für die Größe eines Schiffes, die das alte Maß "Bruttoregistertonne (BRT)" abgelöst hat. Sie gibt den gesamten Inhalt aller Schiffsräume wieder.

Brücke
Mit "Brücke" wird die Kommandozentrale eines Schiffes bezeichnet - von hier aus wird ein Schiff kommandiert und gesteuert.

Bug
Das Vorderteil eines Schiffes.

Bullauge
Bezeichnung für ein rundes Kabinenfenster.

Deck
Bezeichnung für die verschiedenen Ebenen/Etagen eines Schiffes.

Dock
In einem Dock wird ein Schiff gebaut, gewartet und repariert. Fachleute unterscheiden zwischen Bau-, Schwimm- und Trockendock.

Gangway
Bezeichnung für eine Treppe oder einen Steg, die auf ein Schiff führen.

Heck
Der hintere Teil des Schiffes.

Jungfernfahrt
Die Jungfernfahrt eines Schiffes ist die erste Fahrt unter realen Bedingungen. Im Gegensatz den zu vorherigen Probefahrten sind also Passagiere mit an Bord.

Kabine
Aufenthaltsräume für Personal oder Passagiere eines Schiffes. Kabinen bei Kreuzfahrtschiffen sind mit einem Hotelzimmer vergleichbar und unterscheiden sich (preislich) vor allem dadurch, ob die Kabine (durch ein Bullauge oder Fenster) Seeblick hat oder nicht.

Kiel
Der unterste Teil eines Bootsrumpfes.

Kiellegung
Die Kiellegung ist der Baubeginn im Schiffbau. Trotz modernster Technik wird auch heute an alten Traditionen festgehalten: Ein "Glückspfennig" bzw. "Glückscent" wird unter den neuen Kiel gelegt, bevor die Arbeiten an einem Schiff beginnen.

Knoten
Die Maßeinheit für die Geschwindigkeit eines Schiffes. Ein Knoten entspricht einer Geschwindigkeit von einer Seemeile (1,852 km) je Stunde.

Kombüse
Die Küche auf einem Schiff.

Lee
Die Seite des Schiffes, die dem Wind abgewandt ist.

Das "Lego-Prinzip"
Schiffbau in Papenburg funktioniert nach einer modularen Bauweise, die auch als "Lego-Prinzip" bezeichnet wird: Aus Stahlplatten werden Sektionen, aus Sektionen werden Blöcke und etwa 70 Blöcke bilden ein Schiff. Dank dieser modularen Bauweise kann ein Schiff in kürzester Zeit gebaut werden.

Lotse
Der Lotse ist ein sachkundiger Berater des Kapitäns in schwierigem Gewässer, der das Schiff sicher durch Untiefen und an anderen Schifffahrtshindernissen vorbei steuern ("lotsen") kann. Er wird meist mit einem Lotsenboot oder einem Hubschrauber auf das zu lotsende Schiff gebracht. In Deutschland gelten zum Beispiel der Ems-, Jade- und Unterweser-Bereich als schwierige Gewässer mit Lotsenannahmepflicht. Schiffe dürfen diese Gewässer nur mit Hilfe eines Lotsen durchfahren.

Luv
Die Seite des Schiffes, die dem Wind zugewandt ist.

Mittschiff
Der Mittelpunkt eines Schiffes zwischen Bug und Heck.

Niedergang
Bezeichnung für eine Treppe, die sich im Inneren eines Schiffes befindet.

Positionslichter
Die Positionslichter dienen dazu, anderen Schiffen Position und Fahrtrichtung zu signalisieren: Die Backbordseite eines Schiffes wird mit roten, die Steuerbordseite mit grünen Positionslichtern gekenneichnet.

Probefahrt
Bei den Probefahrten werden von der Höchstgeschwindigkeit über den "Bremsweg" bis hin zu vielfältigen nautischen Tests das neue Schiff und seine vielfältige Systeme erprobt.

Reling
Das Geländer am Schiff.

Reede
Ankerplatz eines Schiffes außerhalb eines Hafens.

Rollen
Die durch Seegang erzeugte Bewegung eines Schiffes um seine Längsachse.

Rumpf
Der Schiffskörper ohne Aufbauten und Technik.

(Schiffs-)Schraube
Bezeichnung für den Schiffs-Propeller, der für den Antrieb des Schiffes sorgt.

Schwesterschiffe
Mehrere Schiffe derselben Baureihe.

Schwimmdock
Anders als beim Trockendock, in das das Schiff einfährt, wird das Schwimmdock selbst unter das Schiff bewegt und das Schiff dann durch das Leerpumpen der Ballasttanks im Schwimmdock angehoben.

Seegang
Ähnlich wie Windstärke bezeichnet Seegang eine Einheit im maritimen Bereich, nämlich die durch den Wind erzeugte Bewegung des Wasser. Der Seegang wird auf einer international anerkannten Skala von 0 (glatt) bis 9 (außergewöhnlich schwer) gemessen.

Stabilisatoren
Meist computergesteuerte, ausfahrbare Flossen bei modernen Kreuzfahrtschiffen, die das Rollen eines Schiffes ausgleichen sollen - auf das Stampfen eines Schiffes gibt es bislang nur wenig Einflussmöglichkeiten.

Stampfen
Die durch Seegang erzeugte Bewegung eines Schiffes um seine Querachse, also das Auf und Ab von Heck und Bug.

Stapellauf
Das Zu-Wasser-Lassen eines neuen Schiffes nach seiner Taufe.

Steuerbord
Von der Fahrtrichtung gesehen die rechte Schiffseite. Die Steuerbordseite wird mit Grün gekennzeichnet (z.B. bei den Positionslichtern).

Tiefgang
Die vertikale Distanz von der Wasserlinie bis zum Kiel.

Trockendock
Ein Trockendock ist ein großes Becken, das mittels einer Vorrichtung wie etwa einem großen Tor abgesperrt werden kann, um dann nach Abpumpen des Wasser das eingefahrene Schiff für Wartungs- oder Reparaturarbeiten trockenzulegen. Eines der größten überdachten Trockendocks der Welt findet sich bei der MEYER WERFT.

Überführung
Die Überführung bezeichnet die Fahrt eines Schiffes aus der MEYER WERFT über die Ems bis zur Nordsee. Dabei wird zunächst durch Aufstauen des Wassers durch das Emssperrwerk die normale Wassertiefe der Ems von 7,30 Meter  auf 8,50 Meter Tiefe erhöht, damit die gigantischen Luxusliner die Ems überhaupt passieren können. Die Überführung eines Ozeanriesen durch die Ems ist immer eine Attraktion, der tausende Zuschauer beiwohnen.

Untiefe
Flache (= nicht tiefe, daher der Begriff "Un"-Tiefe) Stelle im Wasser, vor der Schiffe durch Seezeichen oder Markierungen in Seekarten gewarnt werden.

Wasserlinie
Die Linie, an der die Wasseroberfläche den Schiffsrumpf "schneidet", d.h. berührt. Da die Wasserlinie auch vom (wechselnden) Gewicht eines Schiffes abhängig ist, wird bei ihrer Festlegung (und der zumeist unterschiedlichen farblichen Kennzeichnung) beim Bau ein angenommes Gewicht zugrunde gelegt - diese Linie wird auch Konstruktions-Wasserlinie genannt.

Werft
Betrieb zum Bau und zur Reparatur und Schiffen. Die MEYER WERFT in Papenburg ist eine der größten und modernsten Werften der Welt und kann bei Führungen besichtigt werden.

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Dauer der Führung: ca. 2 Stunden.
Deutschsprachige Führung für max. 15 Personen.
Gruppen ab 16 Personen reservieren bitte zu unter folgender Rufnummer:
Tel. +49 (0) 4961 8396-0

Tourist-Info im Papenburger Zeitspeicher

April bis Oktober:
Mo bis Sa 9-17 Uhr, So 9-14 Uhr
November bis März:
Mo bis Sa 9-17 Uhr

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